Ausstellungen

Alois Carigiet – Matias Spescha
Frühe Werke

Die Vernissage findet am 28. März um 16.00 statt, die Ausstellung dauert bis am 31. Oktober 2026.

Kuratoren: Alexa Giger und Gieri Venzin. 

Ende der 1930er Jahre verlässt Alois Carigiet die Stadt Zürich und lässt sich in Platenga im Tal seiner Kindheit nieder. Einige Jahre später verlässt Matias Spescha sein Dorf und zieht nach Zürich. Die beiden gebürtigen Trunser schlagen sozusagen entgegengesetzte Wege ein, aber mit demselben Ziel: Beide wollen Kunstmaler werden.

Die Ausstellung thematisiert die freundschaftliche Beziehung der beiden Künstler und zeigt erstmals in Trun einige ihrer frühen Werke. Sie erzählt, wie Alois Carigiet den jungen Matias Spescha ermunterte, den Weg der Kunst zu gehen. Oder wie Spescha seinen erfolgreichen Mentor Carigiet erlebte und bei einem Grossprojekt unterstützte.

Zu sehen ist unter anderem das bekannte Bild “Häher am Fenster” aus dem Jahre 1946. Zusammen mit anderen Werken aus der Zeit von Platenga gibt die Ausstellung einen Einblick in die entscheidenden Jahre des Künstlers Alois Carigiet.

Die frühen, figurativen Werke von Matias Spescha sind heute kaum noch bekannt. Sie zeigen den talentierten Zeichner seines Dorfes sowie Selbstportraits des jungen Künstlers auf der Suche nach sich selbst.

Die ausgestellten Werke sind teils Leihgaben des Kunstmuseums GR in Chur, der Fundaziun Capauliana in Chur, der AXPO in Baden, von Venice Spescha, der Stiftung OGNA, von Frau Rösi Willi und anderen Personen. 

Alois Carigiet, Surcuolm (Neukirch b. Obersaxen), 1945
Fundaziun Capauliana, Chur
© Alois Carigiet Erben CH

… aus den letzten Jahren von Beat Manetsch

Vor einigen Jahren, als ich zuoberst auf dem Kirschbaum vor meinem Haus sass, schaute ich auf die andere Talseite rüber und dachte: So schön, das sollte man in Öl malen. Und von diesem Tag an male ich wieder viel mehr, in Öl, Acryl, mit Bleistift und Tusche, schweisse Eisen und bearbeite Holz – vor kurzem habe ich die Nähmaschine geerbt. Bald werde ich meine Bilder vielleicht auch noch nähen.

vom 18. Juli bis 31. Oktober 2026

Mein Trun ist Tuchfabrik, Eltern als Schneider, Carigiet, Spescha, Schmed. Ich selber habe nie viel, aber immer gerne gezeichnet. Beim Lehrer Carli Scherrer lernte ich Neocolorfarbe mit einem Zapfen zu verreiben. Unter anderem auch deswegen wurde ich Lehrer für Kunstgeschichte, Zeichnen und Werken.

Als Gieri Schmed in Flims eine Ausstellung machte, konnte ich für die Televisiun Rumantscha einen kleinen TV-Bericht darüber machen – und wechselte danach für 35 Jahre zum Fernsehen.